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Calan Sr (Verapamil)

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Calan SR enthält Verapamil und ist ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzrhythmusstörungen sowie zur Therapie von Bluthochdruck. Die „SR“-Formulierung sorgt für eine verzögerte Wirkstofffreisetzung, damit der Effekt über den Tag gleichmäßiger wirkt. Nehmen Sie das Präparat bitte genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Während der Behandlung können u. a. Müdigkeit, Schwindel oder Schwellungen auftreten. Bei starken Beschwerden sofort ärztlich abklären lassen.

Calan SR (Verapamil) – Patienteninformation (Deutschland)

Calan SR enthält den Wirkstoff Verapamil in einer retardierten Darreichungsform (SR = “sustained release”). Das bedeutet: Der Wirkstoff wird langsam und gleichmäßig über längere Zeit freigesetzt. Dadurch kann Verapamil über den Tag hinweg stabil wirken.

Diese Information hilft Ihnen, Anwendungsbereich, Wirkweise, Einnahme, typische Wechselwirkungen und wichtige Sicherheitsaspekte besser zu verstehen. Bitte beachten Sie zusätzlich die Angaben auf Ihrer Packung und die Hinweise Ihres behandelnden Arztes/Ihrer Ärztin.


Produkt-Überblick

Eigenschaft Information
Arzneimittel Calan SR (Verapamil, Retardtabletten)
Wirkstoff Verapamil
Darreichungsform Retardtabletten (SR = verlängerte Wirkstofffreisetzung)
Wirkprinzip Calciumkanalblocker (verlangsamt Leitung und dämpft Kontraktilität im Herzen; gefäßerweiternd)
Typische Anwendung Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck (je nach Indikation), bestimmte Formen von Angina pectoris
Einnahmehäufigkeit Üblicherweise 1× bis 2× täglich (abhängig von individueller Verordnung)

Wie wirkt Verapamil? (Wirkmechanismus)

Verapamil gehört zur Gruppe der Calciumkanalblocker (vor allem am Herzen). Es blockiert bestimmte Calciumkanäle (L-Typ) in den Zellen der Herzmuskelzellen und der glatten Gefäßmuskulatur.

  • Herzfrequenz & Erregungsleitung: Verapamil verlangsamt die elektrische Weiterleitung im AV-Knoten (Atrio-Ventrikularknoten). Das kann bei bestimmten Rhythmusstörungen helfen.
  • Herzmuskel-Kontraktilität: Es senkt die Kraft der Herzmuskelkontraktion (negativ inotrop).
  • Gefäßerweiterung: Verapamil entspannt die glatte Gefäßmuskulatur, wodurch der Blutdruck sinken kann und der Herzmuskel bei Belastung besser mit Sauerstoff versorgt wird.

Bei Retardtabletten setzt die Wirkung gleichmäßiger ein, was oft zu stabileren Blutspiegeln führt.


Pharmakokinetik: Wie verarbeitet der Körper Verapamil?

Die folgenden Punkte geben einen allgemeinen Überblick. Die genauen Werte können zwischen Personen variieren.

  • Aufnahme: Verapamil wird nach Einnahme aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
  • First-Pass-Effekt: Ein Teil wird bereits in der Leber vor dem Erreichen des systemischen Kreislaufs abgebaut. Dadurch ist die biologische Verfügbarkeit reduziert.
  • Metabolismus: Verapamil wird überwiegend in der Leber verstoffwechselt, u. a. über Enzymsysteme der CYP-Familie (relevant für Wechselwirkungen).
  • Halbwertszeit: Die Eliminationshalbwertszeit kann je nach Retardform und Person variieren; bei Retardpräparaten ist die Elimination häufig gleichmäßiger.
  • Retard-Charakter (SR): Die langsame Freisetzung zielt darauf ab, Schwankungen im Blutspiegel zu reduzieren.

Wichtiger Praxis-Hinweis: Bei Leberfunktionsstörungen können Verapamilspiegel stärker ansteigen. In solchen Fällen wird häufig besonders engmaschig kontrolliert.


Typische Anwendungsgebiete

Verapamil kann je nach individueller Situation eingesetzt werden, z. B. bei:

  • Herzrhythmusstörungen (insbesondere bei bestimmten supraventrikulären Rhythmusstörungen, z. B. wenn eine Verlangsamung der AV-Überleitung erwünscht ist)
  • Angina pectoris (z. B. bestimmte Formen als Teil einer Therapie)
  • Bluthochdruck (je nach Leitlinie/Indikation und ärztlicher Entscheidung)

Welche Indikation für Sie zutrifft, hängt von Ihrer Diagnose, Ihrem Risiko-Profil und Ihrer Gesamtsituation (z. B. EKG-Befunde, Begleitmedikation) ab.


Einnahme: Timing & praktische Hinweise

Calan SR ist als Retardtablette ausgelegt. Die Langzeitwirkung basiert darauf, dass die Tablette nicht so verändert wird, dass der Retardmechanismus zerstört wird.

So nehmen Sie Calan SR typischerweise ein

  • Zum gleichen Zeitpunkt einnehmen, um stabile Wirkspiegel zu unterstützen.
  • Die Tabletten unzerteilt mit ausreichend Flüssigkeit schlucken (so wie es in der Packungsinformation beschrieben ist).
  • Nicht eigenständig Dosis oder Einnahmehäufigkeit ändern.

Wann wirkt es?

Da es sich um Retardtabletten handelt, setzt die Wirkung meist gleichmäßiger über die Zeit ein. Für einen konkreten Wirkbeginn und individuelle Reaktionszeiten orientieren Sie sich an Ihrer ärztlichen Vorgabe und Ihrer individuellen Erfahrung.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben

  • Holen Sie die Einnahme nicht automatisch “nach” wie bei schnell freisetzenden Medikamenten, wenn es kurz vor der nächsten Dosis ist.
  • Im Zweifel fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, wie Sie am besten vorgehen.

Ernährung & Essen: Wechselwirkung mit Lebensmitteln

Bei vielen Patienten sind keine dramatischen Effekte durch einzelne Mahlzeiten zu erwarten, dennoch kann Nahrung die Aufnahme bestimmter Medikamente beeinflussen.

  • Für Verapamil ist entscheidend, dass Sie das Medikament möglichst gleich einnehmen (z. B. immer morgens oder immer abends).
  • Wenn Sie feststellen, dass Ihre Wirkung (z. B. Blutdruck, Herzfrequenz) in Zusammenhang mit der Einnahme stark schwankt, besprechen Sie das mit Ihrem ärztlichen Team.

Wichtig: Bei Retardtabletten sollten Sie die Einnahme so planen, dass die Tablette zuverlässig freigesetzt wird. Verzichten Sie darauf, die Tablette zu manipulieren (z. B. Teilen/Zerdrücken), sofern dies nicht ausdrücklich so vorgesehen ist.


Alkohol: Was sollten Sie beachten?

Alkohol kann die Wirkung von blutdrucksenkenden oder herzfrequenz- und leitungsbeeinflussenden Medikamenten verstärken. Das kann das Risiko für Schwindel, Benommenheit oder zu niedrigen Blutdruck erhöhen.

  • Wenn Sie Calan SR einnehmen, wird empfohlen, Alkohol nur moderat zu konsumieren.
  • Beachten Sie besonders in den ersten Tagen nach Dosisänderungen oder bei empfindlichen Personen.
  • Vermeiden Sie Alkohol, wenn Sie bereits zu niedrigem Blutdruck oder Schwindel neigen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Verapamil kann mit vielen Wirkstoffen interagieren. Besonders relevant sind Medikamente, die

  • die Herzfrequenz oder Erregungsleitung beeinflussen,
  • die Leberenzyme (Metabolismus) beeinflussen,
  • den Blutdruck senken oder
  • die Blutspiegel verändern.

Typische Interaktionsgruppen

  • Andere Herzmedikamente (z. B. Mittel zur Rhythmuskontrolle oder zur Frequenzsenkung): erhöhte Gefahr für zu langsamen Puls oder Leitungsstörungen.
  • Beta-Blocker: in Kombination kann die Wirkung auf Puls/Überleitung additiv sein. Das erfordert ärztliche Abstimmung.
  • Bestimmte Antiarrhythmika sowie Arzneien, die das QT-/Leitungssystem beeinflussen: Risiko für Rhythmusstörungen je nach Konstellation.
  • Medikamente, die Leberenzyme hemmen (z. B. einige Antibiotika/Antimykotika, bestimmte HIV-Medikamente): können Verapamilspiegel erhöhen.
  • Medikamente, die Enzyme induzieren (z. B. manche Antiepileptika): können die Wirkung abschwächen.
  • Statine (Cholesterinsenker): je nach Statin und Dosierung kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöht sein.
  • Immunsuppressiva und andere Spezialmedikamente: mögliche Blutspiegelveränderungen.
  • Entwässerungstabletten und andere Antihypertensiva: verstärkte Blutdrucksenkung möglich.

Grapefruit & bestimmte Getränke

In der Praxis wird oft darauf hingewiesen, dass Grapefruit und einige Grapefruitprodukte die Konzentration bestimmter Calciumkanalblocker beeinflussen können. Wenn Sie regelmäßig Grapefruit konsumieren, besprechen Sie das bitte mit Ihrer Apotheke oder Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.

Wichtig: Legen Sie bei der Beratung stets eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente (auch rezeptfreie Mittel, Nahrungsergänzungen, pflanzliche Präparate) vor.


Dosis: Welche Menge ist üblich?

Die richtige Dosis richtet sich nach Ihrer Indikation, Ihrem Alter, Ihrem EKG/Herzstatus sowie Begleiterkrankungen, insbesondere der Leberfunktion und eventuellen Wechselwirkungen.

Da die konkrete Stärke von der Packung und der individuellen Verordnung abhängt, ist es wichtig, sich an die Angaben in der Packungsbeilage und an die ärztliche Anweisung zu halten.

Allgemeine Orientierung zur Dosierung

  • Verapamil wird üblicherweise 1× oder 2× täglich in passenden Intervallen eingenommen (je nach SR-Präparat und Indikation).
  • Die Therapie beginnt oft mit einer niedrigeren Dosis und wird – falls erforderlich – schrittweise angepasst.
  • Bei älteren Patienten oder Leberfunktionsstörungen kann eine geringere Dosis oder eine langsamere Aufdosierung sinnvoll sein.

Ändern Sie die Dosis nicht eigenständig. Eine zu hohe Dosierung kann zu gefährlich langsamer Herzfrequenz, zu starkem Blutdruckabfall oder Leitungsstörungen führen.


Sicherheitsprofil: Häufige und wichtige Nebenwirkungen

Wie bei allen Arzneimitteln kann es auch bei Calan SR zu Nebenwirkungen kommen. Nicht jede Person bekommt alle möglichen Effekte.

Häufigere Nebenwirkungen (Beispiele)

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Verstopfung (bei Verapamil relativ typisch)
  • Wassereinlagerungen (z. B. Knöchelödeme)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Wichtige Warnzeichen: Sofort abklären lassen

Bitte suchen Sie zeitnah medizinische Hilfe, wenn unter der Einnahme von Calan SR eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Ohnmacht oder ausgeprägte Benommenheit
  • starke Verlangsamung des Pulses oder ausgeprägtes Herzstolpern
  • Brustschmerz oder Atemnot
  • schwere Schwindelanfälle (z. B. mit Kollapsneigung)
  • Zeichen einer allergischen Reaktion (z. B. Quaddeln, Schwellungen, Atembeschwerden)

Gegenanzeigen & besondere Vorsicht (allgemein)

Verapamil ist nicht für jede Person geeignet. Besondere Vorsicht gilt z. B. bei:

  • bestimmten Leitungsstörungen im Herzen (AV-Block etc.)
  • ausgeprägter Herzleistungsschwäche (je nach Stadium und Begleitsituation)
  • gleichzeitiger Anwendung von Medikamenten, die stark auf Rhythmus/Leitung wirken
  • schwerer Leberfunktionsstörung

Die individuelle Entscheidung trifft Ihr ärztliches Team auf Basis Ihrer Befunde.


Praktische Anwendungstipps im Alltag

  • Regelmäßige Kontrolle: Achten Sie auf Blutdruck und Puls (z. B. zu Beginn der Therapie und bei Dosisänderungen).
  • Langsam umsteigen: Wenn Sie früher andere Verapamil- oder Calciumkanalpräparate genutzt haben, wechseln Sie nur wie verordnet.
  • Warnzeichen ernst nehmen: Bei starkem Schwindel, Ohnmacht, sehr langsamer Herzfrequenz oder Atemnot: nicht abwarten.
  • Vermeiden Sie Retard-Manipulation: Retardtabletten nicht teilen/zerdrücken, sofern nicht ausdrücklich so vorgesehen.
  • Herzfreundliche Routine: Leichte Bewegung, ausgewogene Ernährung und Rauchstopp unterstützen die Therapie (sofern medizinisch unbedenklich).
  • Trinken & Verstopfung: Bei Verstopfung unter Verapamil helfen oft Flüssigkeitszufuhr, Ballaststoffe und geeignete Maßnahmen—besprechen Sie bei Bedarf Alternativen mit Ihrer Apotheke/Ihrem Arzt.

Alternative Optionen (je nach Indikation)

Ob und welche Alternativen in Frage kommen, hängt stark von Ihrer Diagnose ab. In der Kardiologie werden je nach Zielsetzung häufig folgende Gruppen diskutiert:

  • Andere Calciumkanalblocker (z. B. Dihydropyridine) – wirken oft stärker auf die Gefäße als auf die AV-Leitung.
  • Beta-Blocker – besonders bei Rhythmus-/Frequenzmanagement und bei bestimmten Herzerkrankungen.
  • Weitere Antiarrhythmika – je nach Rhythmusstörung und EKG-Befund.
  • Antihypertensive Wirkstoffklassen (z. B. ACE-Hemmer/AT1-Blocker, Diuretika) – insbesondere bei Hypertonie als Hauptziel.

Wichtig: Ein Wechsel sollte immer individuell erfolgen, da sich Nutzen, Risiken und Wechselwirkungen unterscheiden.


Calan SR in Deutschland: Markt- und rechtlicher Kontext

In Deutschland sind Arzneimittel typischerweise in verschiedenen Vertriebsformen erhältlich. Calan SR (Verapamil) ist ein etabliertes Arzneimittel, das in der Versorgung kardiologischer Patientinnen und Patienten einen festen Platz hat.

Für Online-Apotheken und den Versand gelten in Deutschland strenge Anforderungen an:

  • Arzneimittelsicherheit
  • ordnungsgemäße Lagerung und Versandbedingungen
  • Qualitätskontrollen sowie rechtssichere Kennzeichnung
  • Beratung und Dokumentation im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben

Da sich Regelungen und verfügbare Packungsgrößen ändern können, informieren Sie sich am besten auf der jeweiligen Produktseite Ihres Anbieters.


Aktuelle Hinweise & “Recent Guidance” (allgemein)

In der Praxis wird die Therapie mit Verapamil regelmäßig im Lichte aktueller kardiologischer Leitlinien und Sicherheitsdaten überprüft. Typischerweise steht dabei im Fokus:

  • eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung (insbesondere bei älteren Patientinnen/Patienten und Komorbiditäten)
  • eine saubere Medikationsanamnese zur Vermeidung relevanter Wechselwirkungen
  • die konsequente Beobachtung von Puls, Blutdruck und EKG, wenn dies klinisch erforderlich ist
  • die sorgfältige Beachtung von Warnzeichen für Leitungsstörungen

Wenn bei Ihnen kürzlich ein EKG verändert war, Sie neue Medikamente begonnen haben oder Ihre Symptome zugenommen haben, ist eine zeitnahe Rücksprache besonders sinnvoll.


Lieferung & Verfügbarkeit (Online-Apotheke)

Die Verfügbarkeit von Calan SR kann je nach Packungsgröße und Marktbedingungen variieren. In der Regel können Online-Apotheken:

  • eine Lieferung nach Verfügbarkeit organisieren (z. B. bei temporären Engpässen)
  • Bestellungen zeitnah versenden
  • je nach Anbieter Sendungsverfolgung bereitstellen

Prüfen Sie auf der Produktseite die verfügbare Packungsgröße, mögliche Lieferzeiten sowie die Versandkosten. Bei Fragen zur Verfügbarkeit können Sie den Support der Apotheke kontaktieren.


FAQ zu Calan SR (Verapamil)

1) Wofür wird Calan SR hauptsächlich eingesetzt?

Calan SR mit Verapamil wird je nach individueller Situation u. a. zur Behandlung von bestimmten Herzrhythmusstörungen, bei Angina pectoris und – je nach Indikation – zur Blutdruckbehandlung eingesetzt.

2) Wie nehme ich Calan SR ein?

Üblicherweise nehmen Sie die Retardtabletten regelmäßig und zu den festgelegten Zeiten ein. Schlucken Sie die Tabletten im Ganzen und halten Sie sich an die Anweisung auf Packung und ärztlicher Vorgabe.

3) Darf ich die Retardtablette teilen oder zerkleinern?

Retardtabletten sind dafür ausgelegt, den Wirkstoff langsam freizusetzen. In der Regel dürfen sie nicht zerteilt/zerdrückt werden, sofern nicht ausdrücklich so vorgesehen. Bitte prüfen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie in Ihrer Apotheke.

4) Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie nicht “automatisch” die doppelte Menge. Besprechen Sie das Vorgehen im Zweifel mit Ihrer Apotheke, besonders wenn es nahe an der nächsten Einnahmezeit liegt.

5) Kann Calan SR meinen Puls zu stark senken?

Ja, Verapamil kann die Herzfrequenz und die AV-Überleitung beeinflussen. Ein zu langsamer Puls ist eine relevante mögliche Nebenwirkung—bei starken Beschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht sollten Sie sofort medizinisch abgeklärt werden.

6) Welche Nebenwirkungen sind typisch?

Häufig können u. a. Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Wassereinlagerungen und Blutdruckabfall auftreten. Wenn Nebenwirkungen stark sind oder zunehmen, informieren Sie Ihr ärztliches Team.

7) Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Herzmedikamenten?

Ja. Besonders in Kombination mit Medikamenten, die ebenfalls auf Herzfrequenz, Erregungsleitung oder Blutdruck wirken, kann das Risiko für Leitungsstörungen oder zu starke Blutdrucksenkung erhöht sein. Eine vollständige Medikamentenliste ist entscheidend.

8) Wie wirkt sich Alkohol aus?

Alkohol kann die blutdrucksenkende und dämpfende Wirkung verstärken. Das kann Schwindel oder Benommenheit begünstigen. Daher wird moderater Konsum empfohlen bzw. das Meiden bei Neigung zu starkem Schwindel.

9) Muss ich etwas bei Leberproblemen beachten?

Bei eingeschränkter Leberfunktion kann der Wirkstoff stärker im Körper ansteigen. In solchen Fällen kann eine engmaschige Überwachung und ggf. eine Dosisanpassung erforderlich sein.

10) Gibt es Alternativen zu Verapamil?

Je nach Ziel (Rhythmus, Frequenz, Blutdruck, Angina) kommen andere Wirkstoffgruppen in Betracht, z. B. andere Calciumkanalblocker oder Beta-Blocker. Ein Wechsel sollte jedoch individuell ärztlich entschieden werden.


Zusammenfassung für Sie

Calan SR (Verapamil) ist ein Retardpräparat aus der Gruppe der Calciumkanalblocker. Es kann die Erregungsleitung im Herzen verlangsamen, die Gefäße entspannen und so bei bestimmten Herzrhythmusstörungen sowie je nach Indikation bei Angina pectoris und/oder Bluthochdruck helfen. Aufgrund der Retardform ist eine regelmäßige Einnahme zu festen Zeiten wichtig. Achten Sie besonders auf mögliche Wechselwirkungen und auf Warnzeichen wie starke Schwindelanfälle, Ohnmacht, Atemnot oder sehr langsamen Puls.

Bei Fragen zur passenden Einnahme, zu Wechselwirkungen oder zur Einschätzung von Nebenwirkungen kontaktieren Sie bitte Ihre Apotheke oder Ihr ärztliches Team.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

120mg, 240mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill